Schröpfglasbehandlung

Schröpfen geht unter die Haut

Das größte Organ des Menschen ist die Haut. Sie enthält Blut, Blutgefäße, Bindegewebe, Muskeln und Nerven. Über die Haut lassen sich innere oder äußere Organe durch Nervenverbindungen erreichen, die in bestimmten sensiblen Arealen liegen (Head‘sche Zonen).

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird davon ausgegangen, über die Haut auf andere Körperteile und Organsysteme einzuwirken, da die Hauptmeridiane, die als Leitbahnen für den Fluss der Körperenergie verantwortlich sind, in der Haut liegen. Mit Hilfe lokaler Reize beeinflussen wir die Energieströme bzw. darüber die Organe.

Schröpfglasbehandlung

Wie wird geschröpft?
Das Schröpfen zählt zu den ausleitenden Heilverfahren und ist eine sehr alte Technik, die mehr als 5000 Jahre alt ist. Genutzt hat man zum Schröpfen damals z.B. Rinderhörner. Heute sind es Schröpfgläser, die verwendet und auf bestimmten Zonen des Körpers platziert werden.

Damit sie sich an der Haut festsaugen, erzeugt der Therapeut einen Unterdruck in den Schröpfgläsern. Die Haut wird dadurch leicht angehoben, die feinen Blutkapillaren erweitern sich, eine Hautreizung entsteht und die geförderte Durchblutung wird über entstehende blaue Flecken (lokal begrenzte Hämatome) sichtbar. Die Schröpfgläser verbleiben je nach Krankheitsbild zwischen 5 und 30 Minuten auf der Haut.

Wir setzen das Schröpfen einzeln aber auch in Kombination mit anderen Methoden ein. Dabei arbeiten wir ausschließlich mit dem unblutigen Schröpfen, setzen also nur einen den Organismus anregenden lokalen Reiz, der nichts mit Aderlass oder ähnlichen Anwendungen zu tun hat.

Die wichtigsten Heilanzeigen
Schröpfen gilt als schmerzlindernd und allgemein durchblutungsfördernd. Besonders hilfreich kann eine Schröpfkur bei folgenden Problemen sein:

  • Rückenschmerzen
  • Schulter-Arm-Beschwerden
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Spannungskopfschmerz
  • allgemeine Verspannungen
  • Verhärtungen in der Haut und im Unterhautfettgewebe
  • Rheuma
  • Migräne
  • Verdauungsstörungen
  • gynäkologische Beschwerden


Achtung:
Nicht angewendet werden sollte diese Methode bei Diabetikern, Gerinnungs- und Wundheilungsstörungen, Nierenschwäche und akuten Entzündungen des betreffenden Hautgebietes.