Ultraschall

Wenn Strom in hochfrequente Schallwellen umgewandelt wird, entsteht der so genannte Ultraschall. In der Tierwelt wird er z.B. bei den Fledermäusen zur Orientierung verwendet. Schall ist normalerweise für das menschliche Ohr hörbar. Ultraschall jedoch nicht, da sich die Schallwellen oberhalb des hörbaren Frequenzbereiches bewegen.

In der Medizin dient die Ultraschall-Untersuchung der bildlichen Darstellung verschiedener Körperregionen. Speziell in der Physiotherapie werden die mechanischen Schwingungen (Vibrationen) zu therapeutischen Zwecken genutzt.

In Flüssigkeiten und weichem Gewebe erfolgt die Auslenkung der schwingenden Teilchen parallel und es entsteht eine Mikrovibrationsmassage. Dazu wird ein Schallkopf kreisend über der erkrankten Region bewegt.
 

Ultraschallgerät

Die Wirkung ist eine gemäßigte Durchblutungsförderung mit verbessertem Zellstoffwechsel. Vorteilhaft beim Ultraschall ist seine große Tiefenwirkung. Anders als bei Verfahren wie der Kurz- oder Mikrowelle ist dies ohne wesentliche Temperaturerhöhung zu erzielen. Dadurch ist Ultraschall auch gut bei akuten Prozessen anwendbar, ohne dass die Gefahr besteht, die Heilungsentzündung „anzuheizen“. Außerdem wird die Schmerzschwelle angehoben und Verletzungen des Bindegewebes können schneller heilen.

Eingesetzt wird die Ultraschalltherapie deshalb insbesondere bei Muskel-, Sehen- und Knochenreizungen oder -verletzungen. Zudem wirkt Ultraschall lindernd und wohltuend bei schmerzhaftem Lenden- oder Halswirbelsäulensyndrom.